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Solartechnik findet auch Einsatz im Camping- und Caravan-Bereich.
Hier ist oftmals eine sogenannte Insellösung gefragt.
Inselanlagen sind Solaranlagen, die unabhängig von einem bestehenden Stromnetz betrieben werden. Sie ermöglichen dem Camper eine Stromversorgung ohne Netzanschluss. Kleinere Einheiten für Photovoltaik können mobil aufgestellt werden.

Auch die Festinstallation auf dem Dach eines Wohnanhängers bietet sich an. Die gewonnene Energie wird bei Inselanlagen nicht in das öffentliche Netz eingespeist. Sie wird in Batterien zwischengespeichert, um später wieder entnommen zu werden. Die Entnahme kann in Form von Niedervolt Gleichstrom oder über einen Wechselrichter als 230V Wechselstrom erfolgen.

Wohnmobile mieten


Photovoltaik-Elemente liefern meist eine Spannung für 12Volt-Anlagen. Die Speicherung erfolgt in herkömmlichen Autobatterien oder in spezielleren Solarbatterien, deren Kennwerte sich in einigen Punkten unterscheiden. Grössere Fahrzeuge werden auch mit 24Volt ausgestattet, wie in LKWs üblich. Entsprechende Steuerelektronik sorgt für eine reibungslose Abstimmung der Ladevorgänge zwischen dem Fahrbetrieb durch das Zugfahrzeug und der Solarnutzung im Stand.

Die Effizienz-Schätzung für eine Solaranlage für Wohnwagen oder Wohnmobile fällt erschütternd nüchtern aus.

Grob gesagt, ist entgegen aller Werbeversprechen mit folgender "Ausbeute" zu rechnen :

bei horizontaler Montage und Staubablagerungen nur halbe Leistung,
gut hinterlüftet reduziert sich die Leistung dennoch bei hohen Sommertemperaturen,
auf dem Weg durch die Batterien gehen nochmals wertvolle Prozente verloren,
und selbst ein guter Wechselrichter verwertet nur 80 % des Futters.

Gute Leitungsquerschnitte vorausgesetzt, kommt am Ende pro Tag nicht einmal so viel heraus, wie als Stundenleistung auf dem Element steht.
Das Sommerquartal in Südfrankreich erbrachte ziemlich genau diesen frustrierenden Durchschnitt.
400 wp - 4x100 AH Batterien - Berel economy Wechselrichter
kumulierte Leistungsentnahme 35 KW in 100 Tagen.
( das hätte ein B2B_Lader oder ein Booster auch in wenigen Minuten am Tag geschafft )

Ein "fettes" Ladegerät, ein kleines leises Aggregat, 2 Batterien mehr und ein paar Liter Sprit um jeden zweiten Tag mal ein paar Minuten nachzuladen, hätte nich einmal die Hälfte gekostet.
Obendrein ist der erhöhte Luftwiderstand nicht zu vernachlässigen, der sich besonders bei längeren Autobahnfahrten auswirkt.
Wer dennoch eine Solaranlage auf dem Wohnwagen oder dem Reisemobil montieren möchte, wird viel Geld ausgeben müssen. Ökonomisch ist das sicher keine sinnvolle Investition, und der ökologische Aspekt ist fragwürdig. Eine Kleinstanlage zur Erhaltungsladung der Batterien kann hingegen sinnvoll sein, sofern das Fahrzeug den geeigneten Stellplatz hat.
Wohnwagen oder Wohnmobile, die ausserhalb der Reisesaison ihren Platz in einer Garage haben, können von einer Solaranlage zu diesem Zweck nun mal nicht profitieren.
Wozu dient also die Solaranlage auf dem Wohnwagen ?
Ist es der Wunsch nach Demonstration eines ökologischen Bewusstseins, dann ist sie politisch korrekt zwingend. Ist es das Statussymbol, dann tun's auch ein paar aufgeklebte Goldmünzen.

Sinnvoller scheint doch die ehrliche und umfassende Bestandsaufnahme aller Stromverbraucher, die sich im Wohnwagen befinden. Hier muss man ansetzen, um in geeigneter Weise modifizieren zu können.
Strom sparen bringt weit mehr als Strom zu produzieren. Und das geht auch ohne Comfortverzicht.

Kaffeekochen mit Gas, nicht mit der Maschine.
Auf Halogenbeleuchtungen umrüsten, weit besser noch auf LED.
Möglichst viele Verbraucher auf 12V umrüsten. TV, Sat, Radio, Lüfter...
Alle Massnahmen, die den Einsatz eines Wechselrichters überflüssig machen sind sinnvoll. Der Stromverbrauch kann sich auf einenBruchteil reduzieren.
Zwischenschalter setzen, die jeglichen Standby-Betrieb verhindern.
Warmes Wasser nur dann bereithalten, wenn es auch gebraucht wird.
Die Thermen sind fast durchweg miserabel isoliert und müssen ständig nachheizen. Eine dicke Zusatzisolierung, nachträglich angebracht, verringert den Energiehunger dieser Geräte signifikant.
Die serienüblichen Wasserthermen werden mit 230V betrieben und nehmen sich meist 300 Watt. Betreibt man diese über einen Wechselrichter verdoppelt sich schnell mal die Leistungsaufnahme. Die Leitungs- und Umformverluste sind enorm. Es gibt aber auch 12V-Heizer, da sind dann 300 Watt der tatsächliche Verbrauch. Auf kurze Wege in der Wasserführung ist zu achten, ein einziger Liter Warmwasser hat schon rund 50 Watt verschlungen. Damit lässt sich eine ganze Stunde Fernsehen. 50W würden aber auch einen ganzen Abend lang mittels LEDs den Wohnwagen erhellen.
Zu den wirklich hungrigen Stromfressern im Wohnwagen gehört der unabdingbare Kühlschrank. Ein haushaltsübliches Kompressormodell zieht meist knapp 70 Watt. Da ein brummender Kompressor im Wohnwagen unerträglich laut wäre, verwendet man Absorber. Die arbeiten geräuschlos und zuverlässig. Leider bezahlt man diesen Comfort mit einem Stromverbrauch von über 100 Watt und sehr langen Anlaufzeiten bis endlich die Kühlung wirkt. Ein kleiner 12V-Lüfter hinter dem Entlüftungsgitter erhöht den Wirkungsgrad dieser Geräte. Dennoch ist der Gasbetrieb die preiswertere Lösung.



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