| |
Themenübersicht für allgemeine Hinweise, insbesondere unter ökologischer Sicht.
Nicht alle Pflanzen, die wir auf den ersten Blick als nützlich und sinnvoll erachten, oder gar als "einheimisch" ansehen, sind bei genauerer Betrachtung dem Erhalt unserer Landschaften dienlich.
Im Zuge der zunehmenden Handels- und Reiseaktivitäten haben sich Tier- und Pflanzenarten in unseren Ökosystemen verbreitet, die heimische Arten verdrängen und gegebenenfalls gar zum Verschwinden bringen können.
Stellvertretend für solche "Zuwanderer" sei hier die Robinie genannt :
Die Robinie (Robinia pseudoacacia) stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie wurde ab etwa 1500 nach Europa eingeführt und wurde zunächst in Frankreich in vielen Parkanlagen gepflanzt. Es dauerte bis ins 18. Jh bis diese attraktive Baumart ganz Europa erreichte. Heute ist sie in praktisch allen Ländern Europas anzutreffen. Die wirtschaftliche Nutzung begann um 1800. Schnell erkannte man die Vorzüge dieser recht anspruchslosen Pflanze, die sich gut zur Wiederaufforstung übernutzter Waldflächen eignete. Mit der Verbreitung der Robinie kam auch der begehrte Akazienhonig nach Europa. Die reichhaltige Blütenpracht des Baumes bietet Imkern eine sichere Grundlage für die Ernährung von Bienenvölkern. Robinien gedeihen selbst auf kargen Sandböden. Das harte Holz der Robinie ist hell bis leicht grünlich oder grau und zeigt selbst unbehandelt eine ungewöhnlich hohe Resistenz gegen Nässe und Fäule. Bekannt ist die Robinie auch unter der Bezeichnung Falsche Akazie.Sie liefert das dauerhafteste der in Mitteleuropa wachsende Nutzholz. In vielen Anwendungsbereichen ist das Material selbst der Eiche überlegen.
Lange Zeit wurde im Bergbau Eichenholz und verschiedenen Nadelgehölzen zum Stützen der Stollen verwendet. Dem Vorteil der guten Haltbarkeit stehen verschiedene Nachteile gegenüber. Das Holz der Robinie ist schwer, relativ schlecht zu bearbeiten und es zeigt starke Durchbiegungen unter dauerhafter Belastung. Bei der Zersetzung von Robinienholz enstehen unangenehm riechende Gase, die auch gesundheitsschädlich sein können. Auch für Haus- und Nutztiere ist die Verbreitung der Robinie kein Segen. Ihre Inhaltsstoffe sind toxisch und bedrohen zahlreiche Tierarten, falls diese die inzwischen auch wild wachsenden Robinien als Nahrung nutzen.
|
|
|
Naturbaustoffe
Regional-Beispiele |
|
|
Generell ist die Kultivierung der aus Nordamerika stammenden Robinie in Europa kontrovers zu sehen. Es ist sicher vorteilhaft, mit ihr eine Baumart angesiedelt zu haben, die eine Alternative zu importiertem Tropenholz darstellt, dennoch bedroht sie die Biodiversität bestimmter Standorte. |
So gefährdet ein wachsender Bestand an Robinien seltene Lebensräume wie den Magerrasen, auf dem die ohnehin wenigen möglichen Pflanzenarten durch sie verdrängt werden können. Da die Robinie durch symbiotische Effekte überdies Stickstoff bindet, bewirkt sie einen Düngeeffekt, der das Biotop verändert und somit angestammte Flora und Fauna in Ungleichgewicht bringt.
Ein Beispiel für eine solche Veränderung ist der Badberg im Kaiserstuhl. Seinen Gipfel bedeckt ein Halbtrockenrasen mit vielen seltenen, wärmeliebenden Pflanzen und seltenen Tieren, die in Deutschland fast nur hier geeigneten Lebensraum finden, wie einige Arten der Gottesanbeterin.
|
Das Klima um den Badberg ist ungewöhnlich warm, am Südhang misst man im Sommer bisweilen Bodentemperaturen bis zu 70°C. Wegen seiner biologischen Ausnahmestellung steht der Badberg unter Naturschutz. |
Um 2001 begann man auf der steilen Südflanke des Naturschutzgebiets Badberg bei Vogtsburg im Kaiserstuhl, dem zunehmenden Busch- und Gehölzbestand entgegenzuwirken, indem man zu einer regelmässigen Beweidung durch Ziegen überging. Der ökologisch wertvolle Trockenrasen wucherte über die Jahre immer stärker mit Gebüschen zu. Dies hatte einen Rückgang von licht- und wärmeliebenden Trockenrasenarten, von denen einige fast nur im Kaiserstuhl vorkommen zur Folge. |
Artenverluste und ein Rückgang der Trockenrasenbestände schien absehbar. Ziel war es, die seltenen Trockenrasen wiederherzustellen und langfristig zu erhalten. Motiviert durch die schnell erkennbaren Erfolge wurde die Beweidung im Laufe der Jahre auf immer mehr Flächen ausgedehnt. Die Beweidung erfolgt vom Frühjahr bis in den Herbst auf sehr stark verbuschten und verfilzten Flächen sowie in Steillagen, wobei orchideenreiche Partien ausgespart werden. Diese Landschaftsbereiche werden weiterhin in traditioneller Weise per Hand gemäht.
Infolge der Massnahmen verzeichnete man schon in den ersten Jahren einen spürbaren Rückgang der Holzgewächse auf den Koppeln. Da durch die Beweidung alle Gehölze verbissen werden, reduziert sich auch der Bestand an Robinien. Die durch den regelmässigen Verbiss entstehenden Krüppel-Schlehen bieten neuen Lebensraum für seltene Schmetterlingsarten wie den Kleinen Schlehen-Zipfelfalter, der zur Eiablage ausschliesslich die kleinwüchsig gehaltenen Krüppel-Schlehen nutzt.
Trockenrasen sind meist Landschaften, die in langer Zeit von Menschenhand geschaffen wurden. Durch die langfristige Nutzung als Mähwiesen, manchmal über Jahrhunderte hinweg, entstanden diese mageren Böden. Somit handelt es sich nicht im eigentlichen Sinne um Naturlandschaften, was aber nicht bedeuten kann, dass sie der Erhaltung unwürdig seien.
|
Viele seltene Tier- und Pflanzenarten haben diese Biotope für sich als Lebensraum erobert. Möchte man diesen Landschaftstyp erhalten, muss der Bereich weiter bewirtschaftet werden. Da die ursprüngliche Nutzung aus wirtschaftlichen Gründen heute nicht mehr gegeben ist, kann die Landschaftspflege gezielt fortgeführt werden, um den Erhalt dieser Tier- und Pflanzengemeinschaft zu sichern.
Sicherlich ist es Ansichtssache, ob eine vom Menschen in der Vergangenheit ohnehin künstlich veränderte Landschaft in dieser Form erhaltenswert ist. |
Vielleicht ist auch einer schrittweisen Überlassung der regional typischen Renaturierung, wie sie die Natur von sich aus vornehmen würde, der Vorzug zu geben.
Das würde einigen Arten zwar den Lebensraum kosten, hätte aber in letzter Konsequenz ein Gleichgewicht zur Folge, welches auch ohne menschliches Zutun im Laufe der Zeit eine eigene Stabilität ausprägen könnte. Etwas ketzerisch gesagt, stellt sich die Frage, ob wir hier nicht wider aller Natur handeln, wenn wir weiterhin diese Flächen erhalten.
In Bezug auf die oben genannte Robinie gilt dennoch, dass sie hier nicht hergehört, vom Menschen aus einem anderen Kontinent importiert wurde, und dass sie Eigenschaften aufweist, die mit der angestammten heimischen Tier- und Pflanzengemeinschaft nicht übereinzubringen ist.
|
|
|
|
Granit |
Naturschiefer |
Quarzit |
Das
Departement Côtes-d'Armor liegt in der Bretagne an der
Atlantikküste.
Der Hauptort ist Saint-Brieuc, weitere
grössere Städte sind Dinan, Stadt der Geschichte und der Kunst, Lannion
und Guingamp. Der Nordteil der Region liegt an der Atlantikküste mit Abschnitten
aus Steilküste und Sandstränden sowie Kiesbuchten und vorgelagerten
Inseln, einige dieser Gebiete sind wichtige Vogelschutzreservate.
Im Westteil der Küstenregion liegt die Granitküste Cote de Granit Rose
mit seinen roten Felsen auch die Rosa Granitküste genannt. |
Schiefer
ist ein natürliches Sedimentgestein, welches sich in mehr
oder weniger dünne, annähernd ebne Platten
spalten lassen. Es gibt viele verschiedne Schiefersorten, wie
Glimmerschiefer, Chloritschiefer,
Grauwackenschiefer, Kieselschiefer,
, Tonschiefer Kupferschiefer,
Mergelschiefer, Talkschiefer.
Alle diese Sorten sind sogenannte Naturschiefer, da sie im Gegensatz zu nachgebildeten
Produkten, durch natürliche Prozesse im Laufe von Jahrmillionen entanden.
|
Quarzite sind reine Naturprodukte ohne schädlichen
Substanzen. Die energiearme Gewinnung und Weiterverarbeitung schont
die Umwelt. Mit der Entsorgung nach vielen Generationen schließt
sich der ökologische Kreislauf, da eine problemlose Rückführung
des Materials in die Natur erfolgt. Die Vielzahl an unterschiedlichen
Formen und natürlichen Farbtönen
ermöglichen individuelle Gestaltung.
|
verschiedene andere Themen :
|